Workshop erfolgreich leiten: 5 Tipps für den Moderator

In unseren beiden letzten Beiträgen haben wir gezeigt, wozu Kreativitätsworkshops nützen und wie der Lernerfolg bei Workshops optimiert wird. Aber egal ob es um Kreativität, um die Optimierung von Prozessen oder um die Neuausrichtung der Organisation geht: Workshops folgen immer einem bestimmten Ablaufschema, das der Moderator berücksichtigen sollte. Wir haben fünf Tipps zusammengestellt, wie Du einen Workshop zielgerichtet moderierst.

Der Ablauf: Was der Moderator zu tun hat

Unabhängig welches Thema, ein Workshop gliedert sich schematisch in vier Phasen:

  1. Ankunft: Vor dem eigentlichen Beginn haben die Teilnehmer die Chance, locker ins Gespräch zu kommen. Schaffen Sie hierfür eine geeignete Atmosphäre mit Kaffee, Tee, Wasser und ein paar Snacks. Legen Sie Info-Material aus. Sorge dafür, dass die Teilnehmer sich wohlfühlen.
  2. Begrüßung: Schaffe ein offenes Klima, in dem jeder sich wohlfühlt. In Deiner Begrüßung legst Du den Grundstein dafür, ob der Workshop gelingt. Zeige die Arbeitsziele des Workshops klar und deutlich auf. Jeder Teilnehmer muss erkennen, inwiefern er von dem Workshop profitieren kann.
  3. Arbeitsphase: Nach der Begrüßung werden die Teilnehmer aktiv. Es geht darum, Ergebnisse zu erarbeiten und diese zu präsentieren. Meist findet diese Arbeit in Kleingruppen statt, verschiedene Methoden wie eine Gruppendiskussion oder die Open Space Methode eignen sich dafür. Ganz wichtig: Du als Moderator musst die Methoden einleuchtend erklären – so dass alle Teilnehmer sie verstehen und wissen, was sie zu tun haben. Sinnvoll kann auch die Teilung der Gruppe in Aktive und Beobachter sein, um einen Reflexionsprozess einzuleiten.
  4. Abschluss und Fazit: Nun ist es Deine Aufgabe als Moderator, die Ergebnisse sinnvoll strukturiert zusammenzufassen und aufzuzeigen, wie sie für den Arbeitsalltag nutzbar sind.

Tipp 1: Sei flexibel

Die verschiedenen Phasen eines Workshops haben verschiedene Anforderungen an die Ausstattung. Während Du als Moderator bei der Begrüßung vorne stehst und die Teilnehmer Dir zugewandt sitzen, bilden sich in der Arbeitsphase Gruppen oder Paare, die gemeinsam brainstormen und Ideen generieren.

Mobiliar, das schnell verrückbar ist oder sogar umgebaut werden kann, zum Beispiel ein Stehpult für den Redner, Sitzwürfel et cetera, ist da ein echter Gewinn. Aus dieser Idee heraus wurde übrigens unser CUBELIX-Konzept der multifunktionalen Möbel geboren. Mit unseren Möbeln muss nicht mal das zwanglose Zusammenstehen hinterher an die Bar verlagert werden, denn die könnt ihr Euch einfach selbst zusammenbauen. Nur für die Getränke müsst ihr dann noch sorgen!

Hier findest Du sowohl für Workshops im Büro oder im Rahmen von Events die richtigen Möbel(kombinationen), die Du zudem flexibel auf- und umbauen kannst.

Tipp 2: Mache die Ziele klar

Damit die Motivation der Teilnehmer hoch ist und hoch bleibt, ist es wichtig, dass sie erkennen, inwiefern sie von diesem Workshop profitieren können. Und zwar ganz konkret für den Arbeitsalltag. Die Aufgabe des Moderators ist es, ein konkretes Ziel zu definieren, für das nun Ideen generiert werden. Diese dürfen danach nicht hinten in der Schublade verschwinden, sondern müssen auch im Nachgang reflektiert, angewandt und umgesetzt werden.

Tipp 3: Aktiviere die Teilnehmer

Ein Workshop steht und fällt mit der Beteiligung der Teilnehmer. Die Aufgabe des Leiters ist es, alle abzuholen und miteinzubeziehen. Jeder – egal ob als Moderator oder als Teilnehmer – hat schon die Erfahrung gemacht, dass es in Workshops die Vielredner und die schüchternen Mäuschen gibt.

Die Qualität der Moderation misst sich auch daran, die einen zu bremsen und die anderen zu ermutigen. Schließlich soll jeder Teilnehmer profitieren.

Tipp 4: Netzwerken und Kennenlernen fördern

In Workshops geht es darum, Neues zu lernen – aber auch darum, neue Leute kennen zu lernen. Die Zusammenarbeit im Workshop funktioniert besser, ist fruchtbarer und macht mehr Spaß, wenn die Teilnehmer sich gegenseitig kennenlernen. Und wer weiß – vielleicht entstehen auch noch gewinnbringende geschäftliche Kontakte.

Das Kennenlernen funktioniert zum Beispiel gut mit einem Paar-Interview: Jeweils zwei Teilnehmer unterhalten sich zuerst miteinander und stellen dann den jeweils anderen der Gruppe vor.

Tipp 5: Erwartungen ernst nehmen

Du gehst mit ganz bestimmten Erwartungen in den Workshop – und Deine Teilnehmer tun das auch. Deshalb ist es eine Pflichtübung für den Moderator, zu Beginn die Erwartungen abzufragen und sie zu sammeln.

Am besten ist es, die Erwartungen in einer Liste zu sammeln und sie gut sichtbar während des ganzen Workshops aufzuhängen. Am Ende ziehen alle gemeinsam ein Fazit, ob die Ziele erreicht wurden – und wo eventuell noch Nacharbeit notwendig sein könnte.

Wenn Du diese 5 Tipps als Moderator richtig umsetzt, dann wird Dein Workshop zum Erfolg.

 

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